Bestrahlung von innen

Brachytherapie / Seed Implantation

 

Verfahren

Die Brachytherapie ist eine weitere innovative Technik der modernen Strahlentherapie, die im Gegensatz zur so genannten Teletherapie, der allgemein bekannten perkutanen Bestrahlungsbehandlung von außen, den Tumor direkt vor Ort therapiert. Die Distanz vom Behandlungsziel zur Bestrahlungsquelle liegt im Bereich weniger Zentimeter/Millimeter. Die Therapie erfolgt somit direkt im Tumor, bzw. in der ehemaligen Tumorregion, ohne die Strahlung hierbei durch den Körper von außen nach innen führen zu müssen. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass direkt im Tumor in kurzer Zeit hohe Bestrahlungsdosen appliziert werden können unter gleichzeitiger hochgradiger Schonung der umliegenden Normalgewebe.

 

Vorab müssen Applikatoren in die entsprechende Zielregion eingebracht werden. Hierbei gibt es verschiedene Applikationsarten:

  • die intrakavitäre (in Körperhöhlen) oder intraluminale (in Hohlorganen) Brachytherapie,

  • die Oberflächen-Brachytherapie,

  • die interstitielle Brachytherapie.

Das Einlegen der Applikatoren erfordert in den meisten Fällen der intrakavitären/intraluminalen Brachytherapie keine spezielle Medikation oder Narkose, ebenso beim Anpassen der Applikatoren bei der Oberflächen-Brachytherapie. Bei der interstitiellen Brachytherapie ist es erforderlich die Applikatoren, in einem Eingriff, durch die Körperoberfläche in tiefer liegende Gewebe zu führen. Dies geschieht zielgerichtet und gesteuert durch CT-Bildgebung. Oft ist eine leichte beruhigende Medikation in Kombination mit einer örtlichen Betäubung ausreichend, allerdings kann in einigen Fällen auch eine Narkose erforderlich sein.

Geschichte

Die Brachytherapie geht auf das Jahr 1901 zurück – Pierre Curie machte Henri-Alexandre Danlos den Vorschlag, eine Strahlenquelle in einen Tumor einzuführen. Es stellte sich heraus, dass die Strahlung den Tumor schrumpfen ließ. Unabhängig hiervon schlug auch Alexander Graham Bell vor, Radioaktivität auf diese Weise zu nutzen.

Verfahrensweise der Brachytherapie

Die Brachytherapie bezeichnet das Einbringen einer winzigen, strahlenden Quelle an die Oberfläche oder in den Tumor selbst.

Die Implantate geben radioaktive Strahlen ab, welche nur eine geringe Reichweite (brachys = griechisch kurz) erzielen, aber im gewünschten Zielvolumen eine hohe Strahlendosis applizieren können und gleichzeitig das umgebende gesunde Gewebe weitgehend schonen.

 

Seed-Implantation

Diese Behandlung ist eine Sonderform der Brachytherapie, bei der kleine radioaktive Stifte, sogenannte Seeds, unter Kurznarkose in den Tumor implantiert werden und auch nach Abgabe der vorausberechneten Dosis im Organ verbleiben.

 

AnwendungsgebieteDas Verfahren der Brachytherapie wird überwiegend beim Prostatakarzinom, bei gynäkologischen Tumoren, bei Lungentumoren, bei Speiseröhrentumoren, bei HNO-Tumoren und auch bei Hauttumoren eingesetzt.

 


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